Strom für Weilheim i.OB

Die Stadtwerke Weilheim i.OB Energie GmbH - SWE hat bisher folgende Projekte der Stromerzeugung umgesetzt:

kleine Windkraft: in der Nordwestecke des Kläranlagenareals an der Paradeisstraße haben die Stadtwerke Anfang Juli 2016 ein kleines Windrad mit 24 m Nabenhöhe und 6 m Rotorblattradius in Betrieb genommen. Der dort erzeugte Strom wird ins Arealnetz der Kläranlage eingespeist.

kleine Wasserkraft 1: die Wasserkraftanlage "Stadtmühle" am Stadtbach ist im Juni 2016 in Betrieb gegangen. 

Photovoltaik: die SWE hat auf den Dächern der Kläranlage Weilheim eine Photovoltaikanlage mit ca. 100 kWp Leistung errichtet, die 2014 in Betrieb gegangen ist. Auf den Dächern des Stadtwerke-Neubaus in der Stadtwerkestraße wurde eine Photovoltaikanlage mit ca. 400 kWp errichtet, die 2015 in Betrieb gegangen ist. Eine weitere Anlage mit ca. 30 kWp wurde 2017 auf dem Dach des neuen Hochbehälters Marnbach errichtet. Seit August 2018 liefert eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach der Tennishalle des TC Weilheim mit 205 kWp installierter Leistung Strom. Auf dem Parkhaus am Öferl wurde 2020 eine Photovoltaikanlage mit 200 kWp in Betrieb genommen.

Die Stadtwerke Weilheim i.OB Energie GmbH - SWE verfolgt derzeit folgende Projekte der Stromerzeugung:

Photovoltaik: Das Bebauungsplanverfahren für die PV-Freiflächenanlage "Unterhausen II" nördlich von Unterhausen und östlich der Bahnlinie nach Geltendorf ist angestossen, der weitere Fortgang bleibt abzuwarten.

große Windkraft: nach derzeitigem Stand der Ausarbeitung des regionalen Planungsverbandes, der der Windkraft grundsätzlich ablehnend gegenübersteht, befindet sich kein Vorranggebiet "Große Windkraft" auf dem Gemeindegebiet der Stadt Weilheim i.OB.

große Wasserkraft: die SWE hat technische Planungen bzw. wasserwirtschaftliche Gutachten für eine Schachtkraftwerksanlage am Oderdinger Wehr erstellen lassen; nach der "Bayerischen Strategie zur Wasserkraft" vom 17.04.2012 gilt, dass bei behördlichen Entscheidungen über Wasserkraftvorhaben neben den Zielsetzungen des Hochwasserschutzes, der Gewässerökologie und des Naturschutzes die Belange der Energieerzeugung qualifiziert berücksichtigt werden. Eine ähnlich wie hier geplante Anlage wurde an der Loisach bei Großweil errichtet und ist in Betrieb.

Durch die Überplanung "Hochwasserschutz Ammer Süd" wird die Wasserkraftnutzung in diesem Bereich vollständig unmöglich gemacht. Wir bedauern die nachhaltige Verweigerungshaltung, die "Bayerische Strategie zur Wasserkraft" umsetzen zu wollen.  

kleine Wasserkraft 2: Der geänderte Wasserrechtsantrag für die Wasserkraftanlage "Seemühle" am Stadtbach ist eingereicht. Leider verzögern immer neue oder nachgeschobene Anforderungen seitens der Behörden das Verfahren.

Biomasse: die SWE prüft den Einsatz eines Blockheizkraftwerkes (BHKWs) auf Holzhackschnitzelbasis im geplanten Gebäude an der Krumpperstraße 21 zur Produktion von Strom und Wärmeversorgung der umliegenden Liegenschaften.

große Geothermie: nach dem Aus für die Tiefengeothermieanlage in der Lichtenau, die Strom erzeugen und Wärme liefern sollte, besteht für die SWE keine Möglichkeit mehr, ein großflächiges Fernwärmenetz in Weilheim zu tragbaren Investitionskosten zu erstellen und die Wärme aus dieser Geothermieanlage in das Fernwärmenetz einzuspeisen.

Stand: Dezember 2020