Baufest Klärschlammentwässerungsanlage - Der Rohbau ist errichtet. Jetzt folgen Maschinen- und Elektrotechnik

Pressemeldung vom 10.08.2021:

„Gerne hätten wir ein Richtfest gegeben. Doch nicht nur wir warten und warten wegen überlanger Lieferzeiten von Bauholz und damit ständiger Lieferterminverschiebungen. Weil also das Holz für den Dachstuhl fehlt, feiern wir jetzt eben Baufest. Damit wollen wir uns bei allen fleißigen Händen bedanken, dass wir - abgesehen von Lieferengpässen auf dem Holzmarkt - gut im Zeitplan liegen und alles tadellos läuft“, betont Stadtwerke Chef Peter Müller: „Einen kleinen symbolischen Dachstuhl haben wir gleichwohl aufgestellt, mit Bäumchen und Fähnchen, er soll uns an den eigentlich geplanten Hebauf erinnern“.

Zum offiziellen Baufest der Klärschlammentwässerungsanlage am 6. August in der Kläranlage hatten sie u.a. eingeladen die Bürgermeister und Verwaltungsräte, Bauleiter, beteiligte Bau- und Technikfirmen, Statiker, Sicherheitskoordinator. Fundamente, Keller, Innen- und Außenwände, Decken stehen. Ab September startet der Innenausbau: die Zentrifuge mit Fördertechnik wird errichtet, ebenso Elektrotechnik inklusive Installationsarbeiten.

Es gibt viele gute Gründe für den Bau der eigenen Anlage für Klärschlammentwässerung, erläuterte der 1. Bgm. Markus Loth: „Über 20% sind in den letzten Jahren die Kosten für die externe Entwässerung gestiegen. Da es nur wenige Entwässerungsfirmen gibt, bilden sich fast Monopolpreise. Mit ihrer eigenen Klärschlammentwässerung können die Stadtwerke künftig die Kapital- und Betriebskosten langfristig planen und relativ stabil halten“, betonte er. Zudem könnten die Stadtwerke den Klärschlamm jetzt kontinuierlich entwässern und entsorgen. Sie werden somit flexibler gegenüber den externen Lohnentwässerungsfirmen, die dies nur in größeren zeitlichen Abständen tun. Schon beim Bau der Kläranlage in den 60er Jahren sowie durch spätere Zukäufe wurde darauf geachtet, dass es ausreichend Fläche für Erweiterungsmaßnahmen gibt. So war Platz für die eigene Klärschlammentwässerung und es gibt noch Platz für spätere Aufrüstungen.

1. Bgm. Markus Loth lobte, dass - bis auf den Dachstuhl - der Zeitplan gut eingehalten wird: „Im 3. Quartal 2020 wurden bereits die Angebote eingeholt, kurz danach der Bauantrag gestellt. Die Baugenehmigung ging im Januar 2021 ein, schon im März 2021 startete der Neubau. Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für Ende 2021 vorgesehen. Die gesamten Bau- und Technikkosten werden sich auf etwa 1,8 Mio. Euro belaufen“. Auch er wünschte weiterhin unfallfreie, erfolgreiche Bauarbeiten und dass alles reibungslos von statten geht. Und er bedankte sich ebenso, dass alle ihr Bestes geben, um im Team alle Herausforderungen erfolgreich zu meistern.