Bodenplatte im 3. UG Tiefgarage Altstadt-Center wird saniert - Bauarbeiten sorgen für weniger Kurzzeitparkplätze

Pressemeldung vom 01.11.2018:

Zentrumsnah ist die Tiefgarage im Altstadt-Center und daher stark frequentiert. Sie besteht aus drei Geschossen. Das 1. und 2. Untergeschoss (UG) nutzen üblicherweise Kurzzeitparker. Beide Ebenen wurden bereits in 2014 saniert. Das 3. UG ist für Dauerparker reserviert. Hier wird nun die Boden-platte saniert. Folglich fallen - je nach Baufortschritt - Parkplätze im 3. UG weg. Die Dauerparker wurden bereits von der Eigentümergemeinschaft (ETG) Tiefgarage Altstadt-Center informiert. Dauerparker aus dem 3. UG wechseln nun bei Bedarf ins 2. UG, weswegen dort Stellplätze für Kurzzeitparker entfallen. „Wie viel freie Parkplätze es aktuell für die Kurzzeitparker gibt, zeigt wie gewohnt die Zufahrtshinweistafel an der Einfahrt“, sagt Peter Müller, Vorstand der Stadtwerke Weilheim. Sie sind Miteigentümer der TG Altstadt-Center und vermieten die Kurzzeitparkplätze. Die Baumaßnahme soll Mitte Januar 2019 beginnen und rund vier Monate dauern, demnach bis Mitte Mai 2019 abgeschlossen sein.

Warum muss die Bodenplatte saniert werden? Im Winter fahren die Autos mit Schnee und Salz ein, auch im Sommer wird Feuchtigkeit eingetragen. Durch die Temperaturunterschiede und die ständige Beanspruchung entstanden die ersten Risschen in der Bodenplatte. Die Feuchtigkeit speziell von Tau- und Salzwasser dringt ein. Die Korrosion schädigt die Armierung, also den Betonstahl, das Risschen reißt weiter zum Riss, der Rost breitet sich aus. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bodenplatte im Grundwasser steht und also nicht nur der Belastung durch die Fahrzeuge sondern auch dem Wasserdruck dauerhaft standhalten muss. „Wer zulange mit der Sanierung wartet riskiert, dass diese immer teurer wird“ betont Peter Müller von den Stadtwerken.

Für die Parkplatzsuchenden heißt dies bis Mai eine reduzierte Anzahl von Kurzzeitstellplätzen in der TG Altstadt-Center Es gilt die Anzahl der angezeigten Stellplätze an der Einfahrt zu beachten. Oder einen alternativen Parkplatz in der Nähe anzusteuern, wie die öffentlichen Parkplätze am Unteren Graben Süd, am Unterer Graben Nord oder an der Ammerschule.

Kathodisches Korrosionsschutzsystem - schneller, schonender, wirtschaftlicher

Die Bodenplatten saniert das beauftragte Bauunternehmen per modernem KKS System; das heißt kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbeton, aktiv via Fremdstrom. Diese Methode ist wirtschaftlicher als den gesamten Beton zu ersetzen. Die Sanierung erfolgt schneller, es entsteht weniger Lärm-, Staub- und Schmutzbelastung. Zunächst wird die Bodenplatte, insbesondere die schadhaften Stellen, abgefräst. Darüber wird ein Netz aus Titandrähten verlegt. Das Ganze wird mit Spritzbeton vergossen, wieder beschichtet und markiert. Durch die Drähte läuft in den nächsten Jahren konstant geringer Strom. Er läuft vom edleren Metall Titan zum unedleren Metall Eisen durch den Elektrolyt Spritzbeton und umgibt das Eisen so mit einer „Schutzschicht. Das Eisen rostet nicht mehr. Die Baumaßnahmen TG Altstadt-Center werden von einem Ingenieurbüro überwacht. Das KKS System wird schon lange bei der Brückensanierung und jetzt auch bei der Sanierung der Bodenplatte der TG Altstadt-Center eingesetzt. Es minimiert die Bauzeit, verlängert den Nutzungszeit und wird später per Fern-Monitoring überwacht. High Tech also nicht nur oben bei der Einfahrt und Fahrzeugzählung sondern jetzt auch unten in der Bodenplatte.