BR-Fernsehen berichtet über Erkundungsbohrung für weltweit 1. Pilotanlage für Grün-Stromspeicher in der Stadtwerkestraße 1 in Weilheim

Pressemeldung vom 09.01.2017:
Wer bei den Stadtwerken Weilheim i.OB vorbei fährt sieht seit kurzem einen großen, hohen Bohrturm in der südöstlichen Geländeecke. „Nein, nach Öl bohren wir nicht“, schmunzelt Peter Müller, Vorstand der Stadtwerke Weilheim: „Doch bei uns entsteht heuer etwas vergleichbar Wertvolles, nur deutlich umweltfreundlicher. In der ehemaligen Kiesgrube in der Stadtwerke Straße 1 entsteht die weltweit erste Demoanlage für Grünstrom-Speicher von Gravity Power. Sie ist so wertvoll, weil uns die Energiewende nur mit ausreichend Stromspeichern gelingt“, bekräftigt der Stadtwerke Chef. Dort ist der Standort für den neuartigen Speicher für regenerativ erzeugten Strom nahezu ideal. Denn er kann den überschüssigen Sonnenstrom aus der 400 kWp Photovoltaikanlage auf den Neubaudächern zwischenspeichern. „Unsere Demoanlage ist weltweit neu, weil der überschüssige Grünstrom in einem umweltfreundlichen, unauffälligen unterirdischen Pumpspeicher geparkt wird. Die Komponenten bestehen aus seit Jahrzehnten bewährten Technologien des Tunnelbaus, des Bergbaus und der Pumpspeicherindustrie. Intelligent kombiniert ergeben sie unser unterirdisches Speichersystem für Grünstrom“, erläutert Clemens Martin, Geschäftsleitung Bayern der Gravity Power GmbH.

BR-Fernsehen berichtet

Wegen der großen Bedeutung für die Energiewende begleitet ein BR-Fernsehteam den Bau des innovativen Grün-Stromspeichers. Ein erster Bericht ist geplant für Sonntag 15. Januar 2017 um 17. 45 Uhr im BR-Fernsehen in der Sendung „Schwaben & Altbayern“. Um die einzelnen Bauabschnitte des Schachtes zu bestimmen und die Baukosten detailliert kalkulieren zu können, muss zunächst die Geologie des Untergrundes festgestellt werden. Dafür laufen derzeit Erkundungsbohrungen in der Kiesgrube neben dem Stadtwerke Neubau. „Der spätere Pumpspeicherschacht wird 140 Meter tief sein. Für die Erkundungsbohrung gehen wir zur Sicherheit 200 Meter nach unten. Denn wir müssen natürlich auch wissen, wie die Bodenbeschaffenheit unter unserem geplanten Pumpspeicherschacht ist. Der Bohrkern hat auf den ersten 20 Metern einen Durchmesser von rund 27 cm, dann verjüngt er sich auf rund 18 cm. Die Probebohrungen dauern rund vier Wochen, ebenso lang dauert es danach, bis die geologischen Ergebnisse vorliegen“, sagt Clemens Martin von Gravity Power. Wie geht es dann weiter? Bei den Stadtwerken Weilheim ist zunächst wenig sichtbar. Die Arbeiten laufen im Hintergrund. Denn parallel beginnen das technologische Design und der Bau der Dichtungstestanlage beim Hersteller in Lübeck. Sie besteht aus einem rund 2 Meter hohen Wasserbecken mit gleichem Durchmesser wie die zukünftige Demo-Anlage. Darin testet und optimiert das Unternehmen die Dichtungen, die sie im künftigen Gravity Power Pilotspeicher bei den Stadtwerken Weilheim einsetzen werden. Die Speicheranlage soll eine Lebensdauer von über 40 Jahren haben, mit einer Leistung von rund 1 MW. Bei einer Lade- bzw. Entlade-Zeit von 30 Minuten könnten 0,5 MWh erzeugt werden.

Bericht im BR-Fernsehen am 15. Januar 2017 um 17.45 Uhr LINK ZUM BEITRAG