Gut vorbereitet - und bürgernah Stadtwerke Weilheim bauen kommunales Frühwarnsystem Hochwasser auf - online einsehbar für alle

Pressemitteilung vom 15.05.2017:

Das Wetter wird immer extremer. Schnee bis in den Mai, heiße Tage im Frühjahr - immer mehr Starkregen, der zu Hochwasser führen kann. Besonders letzteres ist kritisch für Gemeinden und Städte wie Weilheim, durch die Flüsse und Bäche fließen. „Sicherheit und vorausschauender Schutz der Bevölkerung sind uns wichtig“, sagt Stadtwerke Weilheim i.OB Vorstand Peter Müller. Daher investieren sie Zeit und Geld um gut gerüstet zu sein. Bereitschaftsdienst machen sie rund um die Uhr. Und für den Hochwasserschutz haben sie soeben ein gutes Konzept entwickelt und installiert. Dazu hat das Stadtwerke Elektriker-Team zunächst sechs Pegelmessstellen eingerichtet. Diese überwachen die Wasserstände elektronisch automatisch und sind mit der Leitwarte verbunden: Angerbach: Feuerwehrhaus Marnbach und Teilungsbauwerk Am Ölschlag; Simmetsbach; Angermaierstraße; Stadtbach: Stadtmühle; Waitzackerbach: Hochwasser-Rückhaltebecken und Frühlingstraße.

„Mit diesen Pegeln decken wir die neuralgischen Punkte von Angerbach, Simmetsbach, Stadtbach und Waitzackerbach ab. Denn diese kennen wir besonders aus den vielen Starkregen- und Hochwasserereignissen bei uns“, sagt Karl Neuner, Bereichsleiter Betriebshof. An manchen hochwassergefährdeten Stellen hatten sie schon früher einfache Pegellatten angebracht, um besser abschätzen zu können, wie sich der Wasserstand entwickelt. Die neuen Pegel sind elektronisch überwacht. „Sie melden uns nun rund um die Uhr, wie sich die Wasserstände verändern. Dafür hängt im Wasser eine spezielle Sonde, die den Wasserstand misst: ein sogenannter Druckaufnehmer. Dieser ist mit einer elektronischen Auswerteinheit verbunden, die die aktuellen Daten an unser Leitsystem meldet“ informiert Karl Neuner. Das alarmiert im Bedarfsfall den Betriebshof-Bereitschaftsdienst, damit er die nötigen Schritte einleiten kann.

„Unser kommunales Frühwarnsystem basiert auf jahrelangen Erfahrungen unserer Mitarbeiter. Und der Notwendigkeit, frühzeitig gewarnt zu werden, damit wir bei Hochwasser rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen ergreifen können“ betont der Bereichsleiter. Das Frühwarnsystem basiert auf Eigeninitiative. Es gibt kein „Muss“ oder gesetzliche Vorschriften. „Wir halten es nach den Erfahrungen der letzten Jahre allerdings für sehr hilfreich. Und wenn die Daten schon da sind, warum nicht gleich aus einem Frühwarnsystem einen Hochwasser-Nachrichtendienst für Weilheim und seine Bürger machen?“ folgerte Stadtwerke Chef Peter Müller.

Pegelstände Online! Weilheims Wasserstände live mit Ampelsystem

In Weilheim können sich die Bürger nun also über die aktuellen Pegelstände bzw. eventuelle Gefahrenlage selbst informieren. Denn die Stadtwerke Weilheim zeigen die 6 Pegelstände auf einer eigenen Seite auf ihrer Homepage an. 4 Pegelmessstellen sind schon online. Bei den Pegelständen für „Ölschlag“ und Waitzackerbach Frühlingsstraße warten sie leider immer noch auf die Anschlüsse vom Noch-Netzbetreiber Bayernwerk. Und das dauert länger wie erwartet.

Einfach auf der Internetseite www.stawm.de links im Reiter „Aktuelle Pegelstände“ die „aktuellen Pegelstände“ anklicken. Schon werden diese angezeigt. Der Wasserstand wird in Zentimeter angegeben und mit einem Ampelsystem kategorisiert: „Grün“ heißt: alles ist im grünen Bereich. „Gelb“ steht für Achtung. „Rot“ sagt: Hochwasser. Die Wasserstandsdaten werden automatisch alle 15 Minuten aktualisiert. „Wenn die 2 noch fehlenden Messungen integriert sind, wird bei allen Standorten noch eine Grafik zum Verlauf des Wasserstandes in den letzten 7 Tagen eingebaut“, informiert André Behre, Assistent der Geschäftsführung. „Einige Kommunen haben schon oder bauen noch Messungen für Gewässer 3. Ordnung auf. Unseres Wissens gibt es aber nur ganz wenige Kommunen, die ein solches System öffentlich zugänglich machen. Und es gibt wohl kaum eine, die eine Darstellung bietet wie wir sie haben“ resümiert Stadtwerke Chef Peter Müller.