Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf hocheffiziente LED-Technik

Im Stadtgebiet Weilheim gibt es derzeit rund 3.000 kommunale Straßenbeleuchtungsbrennstellen. Ca. 600 der Leuchten sind bereits mit hocheffizienter LED-Technik ausgestattet. Die Stadt Weilheim hat 2018 den Beschluss gefasst, auch die restlichen rund 2.400 Straßenbeleuchtungsbrennstellen auf LED umzurüsten. Dabei handelt es sich um eine 1:1-Umrüstung, d.h. es werden die bestehenden Beleuchtungsstandorte umgerüstet und keine zusätzlichen Straßenbeleuchtungsanlagen gebaut. Ziel der Umrüstung ist es, den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtungsanlagen mehr als zu halbieren und somit signifikant CO2-Ausstoß und Kosten einzusparen. Aus diesem Grund wurde ein Förderantrag beim Projektträger Jülich (www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen) gestellt und im Juli 2019 unter dem Förderkennzeichen 03K11323 genehmigt. Die Kosten der Umrüstung belaufen sich auf rd. 950.000 EUR wovon rd. 20% gefördert werden.

Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtungsanlagen findet in enger Zusammenarbeit mit Licht- und Fachplanern des Ingenieurbüros EVF – Energievision Franken GmbH, Weißdorf statt (www.energievision-franken.de), welche auf die Planung und Begleitung von Umrüstprojekten im Bereich Straßenbeleuchtung spezialisiert sind. Die Ausführung der Umrüstungs­arbeiten erfolgt durch die Bayernwerk Netz GmbH. Die Arbeiten werden im Dezember 2019 beginnen und bis spätestens April 2020 abgeschlossen sein.

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© Signify GmbH, Hamburg

Der Großteil der Straßenbeleuchtungsbrennstellen wird mit technischen Leuchten der Firma Signify (Philips) umgerüstet. Diese Leuchten bringen das Licht gezielt in den Bereich, in den es soll - auf die Straßen und Gehwege – und bieten eine Vielzahl an möglichen Abstrahlcharakteristiken, die eine genaue Anpassung des Lichtbilds auf die jeweilige Straßensituation ermöglichen. Sie erzeugen zudem nur einen extrem geringen Streulichtanteil und minimieren somit die „Lichtverschmutzung“.

© DELSANA GmbH & Co KG, Schwarzenbach/Saale

Rund 10 % der Beleuchtungsanlagen erhalten moderne Zylinder-Leuchten. Die Zylinder-Leuchten werden eingesetzt, um in Bereichen mit großen Abständen zwischen den Straßenbeleuchtungsbrennstellen und niedrigen Lichtmasthöhen eine möglichst gute Beleuchtungssituation zu schaffen. Bei großen Abständen zwischen den Lichtpunkten und niedrigen Masthöhen ist die Sichtbarkeit des Lichtpunkts aus der Ferne sowohl für die subjektive Wahrnehmung des Beleuchtungsniveaus, als auch zur Orientierung von enormer Bedeutung. Diese deutliche Sichtbarkeit aus größeren Entfernungen ist bei technischen Leuchten aufgrund ihrer Bauform üblicherweise nicht gegeben.

Zudem werden von fast allen alten Freileitungsholzmasten mit integrierter Straßenbeleuchtung die alten Leuchten abmontiert und in unmittelbarer Nähe neue Stahlmasten mit LED-Beleuchtung aufgebaut.

Im Folgenden wird der Projekltablauf skizziert:

26.07.2019    Zuwendungbescheid durch den Projekträger PTJ im Auftrag des Bundesumweltministeriums
16.08.2019    Beginn der Ausschreibung
17.09.2019    Submission ( sieben Angebote)
19.12.2019    Beginn der Umrüstarbeiten
KW 44/2020  Abschluss LED-Umrüstung

 

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