Kläranlage

Hier die Weilheimer Kläranlage als Übersichtsgrafik mit Erklärungen

Übersicht über die Kläranlage Weilheim:

  1. Abwasserzulauf
  2. Rechenanlage
  3. Sandfang
  4. Schneckenhebewerk
  5. Vorklärbecken
  6. Anaerobbecken I
  7. Schlammeindicker I + II
  8. Anaerobbecken II
  9. Belebungsbecken
  10. Nachklärbecken I
  11. Sandfilter
  12. Rücklaufschlammpumpwerk
  13. Fällmitteldosierung
  14. Klärschlammsilos I + II
  15. Gasbehälter
  16. Faulbehälter
  17. Regenüberlaufbecken I + II
  18. Durchlaufbecken
  19. Werkswohnung
  20. Nachklärbecken II
  21. Verteilerschacht
  22. Sandbunker
  23. Schlammentwässerung
  24. Lau-Anlage

Die Kläranlage Weilheim wurde 1969 mit ursprünglich 25.000 Einwohnergleichwerten (EWG) in Betrieb genommen. Die rechnerische Ausbaugröße beträgt heute für alle Anlagenteile 40.000 Einwohnergleichwerte (EWG), nachdem im Jahre 2006 das zweite Nachklärbecken in Betrieb genommen wurde. Das Abwasser wird mechanisch und biologisch gereinigt. Darüber hinaus erfolgt eine chemische Phosphatfällung. Von der Kläranlage gelangt das Wasser in den Vorfluter Ammer.

Heute reinigen wir durchschnittlich 5.500 Kubikmeter Abwasser am Tag.

Erneuerung der Rücklaufschlammpumpen auf der Kläranlage Weilheim 03/2026

Erneuerung der Rücklaufschlammpumpen auf der Kläranlage Weilheim

Die Stadtwerke Weilheim modernisieren die technische Ausstattung der Kläranlage und ersetzen drei bestehende Rücklaufschlammpumpen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Betriebssicherheit weiter zu erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch der Anlage nachhaltig zu reduzieren.

Die neuen Pumpen zeichnen sich durch eine deutlich höhere Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit aus. Zwei der drei Pumpen werden dabei durch eine Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und der nationalen Klimaschutz Initiative unterstützt. Mit dem Einsatz dieser modernen, effizienten Technik leisten die Stadtwerke einen weiteren wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Abwasserbehandlung.

 

Bedeutung der Rücklaufschlammpumpen im Kläranlagenbetrieb

Im biologischen Reinigungsprozess einer Kläranlage wird das Abwasser im sogenannten Belebungsbecken mithilfe von Mikroorganismen gereinigt. Diese sind u.a. für den Abbau von organischen Kohlenstoffverbindungen sowie Stickstoff- und Phosphorverbindungen von zentraler Bedeutung. Mikroorganismen bilden somit zusammen mit Protozoen, Metazoen, abgestorbener Biomasse sowie organischen und anorganischen Partikeln den Belebtschlamm, der im anschließenden Nachklärbecken vom gereinigten Abwasser durch Sedimentation getrennt wird.

Die Rücklaufschlammpumpen fördern den abgesetzten Belebtschlamm kontinuierlich zurück in das Belebungsbecken. Auf diese Weise erfolgt die Aufrechterhaltung der notwendigen Masse an Mikroorganismen im biologischen Reinigungsprozess. Nur bei einer stabilen und gleichmäßigen Rückführung des Schlamms kann die Kläranlage ihre Reinigungsleistung zuverlässig und effizient erbringen.

Die neuen Pumpen ermöglichen dabei:

  • eine bedarfsgerechte und gleichmäßige Förderung des Rücklaufschlamms
  • eine bessere Anpassung an schwankende Zulaufmengen und Belastungen
  • einen ruhigeren und verschleißärmeren Betrieb durch moderne Antriebstechnik.

Mehr Effizienz, mehr Sicherheit, weniger Energieverbrauch!

Durch den Austausch der Pumpen wird nicht nur die Ausfallsicherheit erhöht, sondern auch der Energiebedarf des Anlagenbetriebs gesenkt. Die effizientere Förderung des Rücklaufschlamms trägt dazu bei, den Gesamtenergieverbrauch der Kläranlage weiter zu optimieren.

Mit dieser Investition gehen die Stadtwerke Weilheim einen weiteren Schritt in Richtung eines energieeffizienten und möglichst energieautarken Betriebs der Kläranlage. Die Maßnahme ist somit ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige kommunale Infrastruktur sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

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